HILDEGARD VON BINGEN

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Die Ernährung nach Hildegard dient dem Wohlbefinden und der Prävention vor Krankheiten, dem heutzutage sogenanntem „bewussten Lebensstil“.

Es gilt eine ausgewogene Ernährung und ein gesundes Maß bei Essen und Trinken um Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.

Bedeutsam sind Kräuter und Gewürze (Quendel, Galgantwurzel, Bertram und Fenchel), Getreide, Obst und Gemüse. Hervorgehoben wird der Dinkel in jeder Form wie Brot, Brei, Suppe oder Kaffee. Empfohlen werden Sellerie, Maroni, Fenchel, Bohnen, Karotten. Fleisch soll nur mäßig und nach Jahreszeit genossen werden, Fisch jederzeit gegessen werden. Zum Trinken befürwortet sie abgekochtes Wasser, Bier und Wein.

Sie warnt vor zu viel Rohkost. Es sollte nicht zu kalt und nicht zu heiß gegessen werden. Als Küchengifte jedoch gelten Erdbeeren, Zwetschken, Porree, Linsen und Schweinefleisch.

Vorteile

  • Diese Ernährung kann die Gesundheit fördern und Krankheiten vorbeugen
  • An individuellen Beschwerden und Bedürfnisse angepasst
  • Ganzheitsmedizinischen Ansatz
  • Das rechte Maß wird beachtet
  • Lokale und saisonale Produkte
  • Hoher Kräuterkonsum zur Gesunderhaltung

Nachteile

  • Es gibt keine empirischen Studien ihrer Empfehlungen
  • Behandlungen befinden sich am Forschungsstand des Mittelalters
  • Viele Fakten gelten in der heutigen Zeit als überholt
  • Schwere Erkrankungen niemals ausschließlich mit Hildegard-Medizin behandeln
  • Schweinefleisch, Aal, Linsen, Heidelbeeren, Pfirsiche, Erdbeeren, Zwetschken, Porree und Chicoree gelten als sog. Küchengifte
  • Kein rohes Gemüse
  • Den von ihr damals empfohlene Dinkel gibt so nicht mehr (nur noch Kreuzungen div. Sorten)

Fazit

Die Hildegard'sche Ernährungslehre ist eine Lebenseinstellung und kann präventiv zur Gesunderhaltung beitragen. Zur alleinigen Behandlung von Krankheiten ist sie nicht geeignet.