Bitterstoffe - warum sind sie so gesund?

Bitterstoffe - warum sind sie so gesund?

Die Heilkraft der Bitterstoffe

Bitterstoffe fördern nicht nur den Verdauungsprozess, sie unterstützen auch alle anderen Körperfunktionen. Sie helfen unter anderem bei Übelkeit, gegen Bakterien und sind wirken positiv bei der Fettverbrennung. 

 

Bitterstoffe neu entdecken

Wie viele Geschmacksrichtungen gibt es eigentlich? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. In der westlichen Welt, in der wir leben, sind es jedenfalls vier: süß, sauer, salzig und bitter.

Die Generationen vor uns hatten weniger Auswahl an Nahrungsmitteln. Die Menschen waren aber trotzdem oft besser mit Nährstoffen versorgt, als wir es heute sind. In den letzten Jahren haben unsere Geschmacksnerven einen Wandel durchlaufen. Unsere Speisen sind oft zu süß, zu salzig und zu fett. Sie sind selten naturbelassen, reich an Konservierungsstoffen und arm an Vitalstoffen.

Vor allem eine Geschmacksrichtung wurde in den letzten Jahren immer mehr verdrängt, das Bittere. Es ist sozusagen aus der Mode gekommen und geradezu verpönt. Um dem Verlangen nach Süßem nachzukommen, wurden die Bitterstoffe aus Lebensmitteln und Kulturgemüse sukzessive weggezüchtet. So verschwand das Bittere nach und nach aus der Küche. Dabei wurde völlig darauf vergessen, welche positiven Auswirkungen Bitterstoffe auf unseren Organismus haben.

Die Auswirkungen falscher Ernährung können hingegen fatal sein. Müdigkeit, Erschöpfung, Stoffwechselerkrankungen und Verdauungsprobleme sind die Folge. Aber auch Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes breiten sich immer rascher aus.

 

Bitter macht gesund

Bitterstoffe sind wahre Lebenselixiere und unterstützen unseren Organismus an vielen Fronten. Wir sollten ihnen daher eine Chance geben und unseren Geschmacksinn langsam wieder an das Bittere heranführen. Dafür eignet sich zum Beispiel Kamillen- und Melissentee. Diese Tees enthalten Bitterstoffe und schmecken trotzdem mild.

Integrieren wir Bitterstoffe wieder stärker in unsere Ernährung, werden wir rasch merken wie sehr wir davon profitieren.

 

Bitterstoffe fördern die Verdauung

Bitterstoffe fördern die Verdauung. Kaum kommen unsere Geschmacksknospen mit etwas Bitterem in Berührung, wird das Verdauungssystem angekurbelt. Die Schleimhäute im Mund beginnen mit ihrer Arbeit, es werden vermehrt Verdauungssäfte produziert, die Aktivität der Magenschleimhaut wird gesteigert und die Darmbewegung kommt in Schwung.

Wer seiner Verdauung etwas Gutes tun will, sollte den Speiseplan um Artischocken und Chicorée erweitern. Zum Würzen können Beifuß und Wegwarte verwendet werden.

Nach einem schweren Essen oder bei Völlegefühl können schon wenige Tropfen Bitterkräuter für Erleichterung sorgen.

 

Wer langfristig abnehmen möchte, sollte auf Bitterstoffe setzen. Speisen mit Bitterstoffen vermitteln rascher das Gefühl satt zu sein und zügeln somit den Appetit. Außerdem reduzieren sie die Lust auf etwas Süßes. Die Verdauung wird in Schwung gebracht und die Fettverbrennung angeregt.

In diesem Zusammenhang sollte man unter anderem auf Grapefruits und bittere Schokolade setzen. Aber auch Kräutersprays mit Bitterstoffen sind gute Helferlein gegen den süßen Heißhunger.

 

Bitterstoffe schenken uns Energie. Das spürt man nicht nur, das sieht man auch. Wer regelmäßig Bitterstoffe in die Ernährung integriert wird es merken - die Haut wird strahlender und reiner, die Haare dichter und kräftiger.

Bitterstoffe wirken allgemein tonisierend und kräftigend und helfen gegen Erschöpfung und Müdigkeit. Ein wahrer Tausendsassa auf dem Gebiet ist der Löwenzahn.

 

Bitterstoffe stärken die Abwehrkräfte. Unser Immunsystem hängt maßgeblich mit einer gesunden Darmschleimhaut zusammen. Ein funktionierendes Verdauungssystem ist also die Basis unserer Gesundheit. Bitterstoffe regen die Schleimhäute des Verdauungstraktes an. Krankheitserreger und Gifte werden so rasch ausgeschieden. 

Gerade in der kalten Jahreszeit bietet es sich an, regelmäßig bittere Tees oder Bitteressenzen zu sich zu nehmen und das Immunsystem so zu unterstützen.

 

Unsere Zeit ist schnelllebig und geprägt von Multitasking. Wir hetzen unter Zeitdruck durch die Tage. Kein Wunder, dass Heiterkeit, Frohsinn und Leichtlebigkeit hin und wieder auf der Strecke bleiben.

Gegen Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmungen hilft die Kraft der Bitterkräuter.

Das regelmäßige Trinken von bitteren Tees stärkt die Nerven, schenkt uns Energie und hebt die Stimmung. Hier eignen sich insbesondere Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Salbei und Tausendguldenkraut. Auch Kräuterbitter und Bitteressenzen können helfen. 

 

In unserer Ernährung überwiegen zumeist saure Nahrungsmittel. Unser Säure-Basen-Haushalt gerät dadurch aus dem Gleichgewicht. Langfristig ist ein übersäuerter Körper anfälliger für Krankheiten. Um dem entgegenzuwirken, sollte verstärkt auf basische Lebensmittel gesetzt werden, dazu zählen vor allem Gemüse, Obst, Pilze, Kräuter, Samen und Nüsse.

Auch Bitterstoffe wirken basisch und unterstützen unseren Körper dabei überschüssige Säure abzubauen und auszuscheiden. So gelingt es den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten.

 

Wie nimmt man Bitterstoffe zu sich? 

Im Alltag sollte darauf geachtet werden, dass bitterstoffhaltige Gemüse, Obst, Getreide und Gewürze auf unserem Speiseplan stehen.

Salatliebhaber setzen auf Radicchio, Rucola und Löwenzahnblätter. Zum Würzen eignen sich Kräuter wie Bohnenkraut, Dille, Kerbel, Koriander oder Estragon. Auch Galgant, Kurkuma, Kümmel, Muskat und Lorbeerblätter dürfen großzügig verwendet werden.

Als Obst eignen sich vor allem Granatäpfel, Cranberries und Zitrusfrüchte. Als Gemüse ist die Artischocke ein absoluter Spitzenreiter.

Darüber hinaus kann man Bitterstoffe gezielt in Form von Tees, Essenzen und Elixieren zu sich nehmen. Auch frische Pflanzensäfte aus diversen Kräutern wie Brennnessel oder Scharfgarbe eignen sich gut, um von Bitterstoffen zu profitieren.

 

Zusammenfassend bedeutet das:

  • In den letzten Jahren haben unsere Geschmacksnerven einen Wandel durchlaufen.
  • Unsere Speisen sind oft zu süß, salzig und fett.
  • Das Bittere wurde immer stärker aus der Küche verdrängt.
  • Bitterstoffe wurden aus Lebensmitteln und Kulturgemüse weggezüchtet.
  • Die positiven Auswirkungen von Bitterstoffen auf unseren Organismus gerieten in Vergessenheit.
  • Bitterstoffe unterstützen unseren Organismus an vielen Fronten und sollten verstärkt in unsere Ernährung integriert werden.
  • Bitterstoffe kurbeln das Verdauungssystem an.
  • Speisen mit Bitterstoffen zügeln den Appetit und die Lust auf Süßes. So können sie beim Abnehmen unterstützen.
  • Bitterstoffe wirken tonisierend und kräftigend. Die Haut wird strahlender, die Haare kräftiger.
  • Durch die Zuführung von Bitterstoffen wird unser Immunsystem angekurbelt.
  • Gegen Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmungen hilft die Kraft der Bitterkräuter.
  • Bitterstoffe wirken basisch und unterstützen unseren Körper dabei überschüssige Säure abzubauen und auszuscheiden.
  • Bitterstoffhaltige Gemüse, Obst, Getreide und Gewürze sollten in unseren Alltag integriert werden.
  • Auch in Form von Tees, Essenzen, Elixieren und Pflanzensäften kann man von Bitterstoffen profitieren.