Zyklusbewusstsein

Zyklusbewusstsein

Als Frau verläuft unser ganzes Leben in Phasen und Übergängen. Von Menarche (erste Regel) bis zur Menopause und darüber hinaus. Tageszyklen. Monatszyklen. Lebenszyklen, man kann den Menstruationszyklus auch in vier Phasen einteilen, die die Qualitäten der Jahreszeiten widerspiegeln. In jeder Phase steckt (zumeist ungenütztes) Potenzial.

 

Nachstehend eine kurze Übersicht:

 

 

In unserer westlichen Welt sind wir jedoch so performance orientiert und linear ausgerichtet, dass wir versuchen, jeden Tag gleich wie am Tag davor zu leisten und zu funktionieren.

Wir kämpfen also gegen unsere natürlichen Zyklen an und nehmen sie als Belastung wahr. Das Resultat: Wir fühlen uns träge, energielos, unverbunden, stumpf, unausgeglichen.

Nie zuvor waren Frauenbeschwerden so weit verbreitet wie heutzutage. Zyklusunregelmäßigkeiten, PCOS (polycystic ovary syndrom), PMS, Infektionen, Wechseljahrsbeschwerden, Myome uvm. werden viel zu oft als „normale Begleiterscheinungen“ des Frauseins abgetan.

Lernen wir unsere eigenen Körper jedoch kennen, werden wir erfahren, dass diese ständig mit uns kommunizieren und uns durch unterschiedlichste Symptome auffordern, unsere Lebenswandel anzupassen.

Der Menstruationszyklus der Frau wird sogar als 5. Vitalzeichen gesehen (neben Atmung, Herztätigkeit, Bewusstsein und Körpertemperatur), da er in vielerlei Hinsicht Aufschluss über die Gesundheit der Frau gibt und in direktem Zusammenhang steht mit vielen wichtigen Körperfunktionen: dem Hormonsystem, dem Nervensystem, dem Metabolismus, dem Immunsystem.

 

Tipps für mehr Verbundenheit mit dem Zyklus und dem Körper:

 

  1. Anerkennen, dass wir als Frauen zyklisch funktionieren – dass sich das Energielevel und auch Emotionen zyklisch verändern
  2. Verstehen, dass jede Phase des Zyklus wertvolles Potenzial bietet
  3. Selbstfürsorge vor allem in der Zeit vor und während der Menstruation
  4. Yoga, Sport und Ernährung an den Menstruationszyklus anpassen
  5. Zyklus Beobachtung: für 2 - 3 Menstruationszyklen jeden Tag in ein paar Worten den körperlichen und emotionalen Zustand aufschreiben und auch Bedürfnisse sowie Hungergefühl notieren. Nach ein paar Monaten Mitschriften gegenüberstellen. Zumeist ergibt sich ein sehr klares Muster.

 

VICTORIA FANDL MSc, BSc

Victoria ist Yogalehrerin und Feminine Coach aus Leidenschaft. Im Zentrum ihrer Arbeit steht der weibliche Zyklus, die weibliche Psyche und der weibliche Körper aus ganzheitlicher Betrachtung. Sie bietet auch Online Frauenzentriertes Yoga und Yoga- Programme im Zyklus der Frau an. Ihre nächste Ausbildung „Yoga & Selbstfürsorge speziell für Frauen“ findet von Mai bis Oktober statt.

 

www.victruyoga.com